26. Februar 2016

Pharmazeutische Ausbildung – GKKE EDP in Tansania

© A. Budick

Ein Exposure an sehr unterschiedlichen Standorten der pharmazeutisch-beruflichen Bildung in Tansania; mit 19 Vertreter/-innen der Pharmaindustrie, der Entwicklungszusammenarbeit, aus Gesundheitsfachorganisationen, Wissenschaft und Kirche – darunter auch drei Vertreter/-innen aus Tansania und Kenia: Das von der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) und ihrem Pharma-Dialog initiierte Programm hatte sehr viele Facetten. Wir begegneten jungen Männern und Frauen am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn in einem Schlüsselbereich gesellschaftlicher Entwicklung. Erstaunlich – ihre präzise formulierte Motivation und ihr nicht selten erst mitten in der Nacht zur Ruhe kommender Arbeitseifer in der Prüfungsvorbereitung. Bewegend – die Einblicke, die sie gewährten in eine große Bandbreite an familiären Hintergründen und persönlichen Kompetenzen, die bei vielen von engagierten Elternhäusern und starken Familienbanden zeugen. Irritierend – die Erkenntnis, dass für eine große Mehrheit der besuchten Studierenden eines neuen modularen Ausbildungsganges klar zu sein scheint: Diese berufspraktische pharmazeutische Ausbildung (‚dispenser – pharmaceutical assistant / technician‘) die wir im EDP vertieft kennen lernen konnten, ist vor allem eine Brücke zum angestrebten Akademiker-Beruf des Apothekers: Träume von einem höheren Einkommen, Hoffnung auf ein höheres soziales Ansehen in einem allseits anerkannten Gesundheitsberuf sind die Treiber. Und dennoch: Dringend benötigt werden gerade sie, diese jungen (angehenden) Expertinnen und Experten im technisch-handwerklichen Bereich der Pharmazie [mehr].