14. September 2017

Wahlen in Kenia – ein Zwischenbericht

Kenias Stabilität ist von zentraler Bedeutung für die Anrainer und auch für Europa, nicht nur wegen der Auseinandersetzungen im Südsudan und Terrorismus in Somalia. Mit Blick auf SDG 16 und vielfältige Auslöser von Flucht und Migration ist die friedliche Entwicklung Kenias ein zentrales Anliegen europäischer Politik und Zusammenarbeit. Mit mehr als 40 Ethnien und ihren Traditionen, der starken Verflechtung von städtischem und ländlichem Leben ist diese „Hybridgesellschaft im Wandel“ auch ein Wirtschaftsfaktor für Tourismus und Kulturaustausch. Kenias große Gegensätze sind nicht nur kolonial begründet. In immer wieder aktualisiertem Missbrauch von Macht, die ethnische Konfliktlinien benutzt, geht es meist um Zugang zu Ressourcen und gesellschaftlichen Einfluss.

Die im Umfeld der Wahlen in Kenia erneut deutlich gewordenen Spannungen werden in einem Zwischenbericht von Inka Mackenbrock und Uwe Bergmeier näher beleuchtet. Die beiden Kolleg*innen sind Fachkräfte des ZFD Programms der AGEH in Kenia. Gemeinsam mit Mathias Eder beraten sie den EDP e.V. in der Konzeption eines Exposure- und Dialogprogrammes im Kontext des BMZ / GIZ Sektorvorhabens Werte, Religion und Entwicklung.