Interreligiöser Dialog und Friedensarbeit –
das Potential religiöser Akteure

Kenia, 26.05. - 02.06. 2018

Kenias Stabilität ist von zentraler Bedeutung für die Anrainer und auch für Europa, nicht nur wegen der Auseinandersetzungen im Südsudan und Terrorismus in Somalia. Mit Blick auf SDG 16 und vielfältige Auslöser von Flucht und Migration ist die friedliche Entwicklung Kenias ein zentrales Anliegen europäischer Politik und Zusammenarbeit. Mit mehr als 40 Ethnien und ihren Traditionen, der starken Verflechtung von städtischem und ländlichem Leben ist diese „Hybridgesellschaft im Wandel“ auch ein Wirtschaftsfaktor für Tourismus und Kulturaustausch. Kenias große Gegensätze sind nicht nur kolonial begründet. In immer wieder aktualisiertem Missbrauch von Macht, die ethnische Konfliktlinien benutzt, geht es meist um Zugang zu Ressourcen und gesellschaftlichen Einfluss. Gleichzeitig ist das sowohl christliche und an der Küste stark muslimisch geprägte Land ein Beispiel für genuin gewachsene interreligiöse Zusammenarbeit.

Das gemeinsam mit kenianischen Partnern der AGEH im Zivilem Friedensdienst veranstaltete EDP ermöglicht Lernerfahrungen und Einblicke in:

  • die friedensstiftende Kraft des Interreligiösen Dialoges, den Christen und Muslime führen, u.a. um gewalttätigen Extremismus vorzubeugen,
  • die entwicklungs- und friedenspolitisch produktive Rolle von religiös konstituierten Organisationen;
  • die Rahmenbedingungen der bedrohten Demokratieentwicklung eines wichtigen Partnerlandes.

Diese Kooperation mit dem GIZ Sektorvorhaben Werte, Religion und Entwicklung wird vom BMZ gefördert.