Was sind die Gründe für eine Teilnahme an einem EDP?

Für eine Teilnahme an einem EDP gibt es so viele unterschiedliche Gründe, wie Personen bereits an unseren EDPs mitgewirkt haben. Hier einige als Anregung:

Exposure- und Dialogprogramme können Fortbildungscharakter haben und beispielsweise auf die Sensibilisierung und Orientierung der Teilnehmenden für spezifische Aufgaben der Armutsbekämpfung ausgerichtet sein.

Für Politiker und Politikerinnen können Kenntnisse über rechtliche und politische Rahmenbedingungen, in denen Selbsthilfe wirksam werden kann, eine größere Rolle spielen.

EDPs können eine Evaluierungskomponente haben. Verschiedene Instrumente der Entwicklungszusammenarbeit lassen sich nicht immer über einen Fragebogen oder ein Gespräch evaluieren. Gerade kontinuierliche Verbesserungen und Anpassungen von Instrumenten der Armutsbekämpfung lassen sich über ein EDP besonders gut reflektieren.

Persönlichkeiten aus dem Banken- oder Wirtschaftsektor haben eher das innovative Potenzial und die unternehmerischen Fähigkeiten der Gastgeber und Gastgeberinnen im Blick.

Für kirchliche Vertreter könnten die Exposure- und Dialogprogramme Impulse für die pastorale Arbeit und weltkirchliches Lernen geben.

EDPs haben neben der thematischen Fortbildung auch die Persönlichkeitsentwicklung im Blick. Die intensive Begegnung mit Menschen, die einen anderen Blickwinkel haben, sowie die Zeit, die man sich nimmt, um dieser Begegnung Raum zu lassen, erweitern nicht nur den eigenen Horizont, sondern verstärken auch den Blick für das Notwendige im Leben.

EDPs können eine produktive Auszeit sein. Das zentrale Element dabei ist es, sich Zeit für die Begegnung mit anderen Menschen zu nehmen und von ihnen zu lernen.

Exposure- und Dialogprogramme ermöglichen in kurzer Zeit ein vertieftes Verständnis der Lebensbedingungen und des Potenzials armer oder marginalisierter Menschen – und darüber hinaus der Werte, die sie leiten. Die persönliche Erfahrung und der Austausch mit Fachleuten und lokalen Entscheidungsträgern hilft Politikverantwortlichen, ihre Kenntnisse und Erfahrungen einem Realitätstest zu unterziehen und den eigenen Horizont zu erweitern. Im Dialog mit den Menschen vor Ort gewinnen sie neue Erkenntnisse.

Teilnehmende entdecken Querverbindungen zwischen komplexen, für politische Entscheidungen relevanten Sachverhalten. Teilnehmende stärken so ihre Kompetenz, um angemessene Konzepte und Instrumente zur Armutsbekämpfung, für den regionalen Wirtschaftsaufbau oder die soziale Gestaltung der Globalisierung zu entwickeln.

Teilnehmende profitieren dabei auch von einem Programm, das wichtige Akteure international vernetzt und den Aufbau strategischer Allianzen ermöglicht. Wir achten bei der Zusammensetzung der Teilnehmenden stark darauf, eine interessante Gruppenstruktur aus verschiedenen Bereichen zusammenzustellen. Diesen Zielen dient auch die Zusammensetzung der Teilnehmergruppen an den einzelnen Programmen: Teilnehmende sind jeweils ein Personenkreis, der einen möglichst breiten Fächer an Erfahrungen abdeckt und gleichgewichtig Frauen und Männer, Fachspezialisten und Persönlichkeiten aus den politischen, zivilgesellschaftlichen und institutionellen Bereichen umfasst.

Neben den hier genannten Gründen haben wir aus der jahrelangen Arbeit viele weitere Gründe gehört, weswegen sich die Teilnahme sowohl aus beruflichen, aber auch persönlichen Gründen gelohnt hat.