17. November 2014

Würdigung Karl Osner

Dr. Elke Löbel, Ministerialrätin, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Ich habe Herrn Dr. Osner 1989 als Doktorandin  kennen gelernt; mit ihm das erste eigene Büro der damaligen Gesellschaft zur Förderung des Nord-Süd-Dialogs e.V. in Bonn eingerichtet. Es war mein Einstieg in die Entwicklungszusammenarbeit und in diesem Sinne vielleicht auch eine schicksalhafte Begegnung.
Die Ideen und Konzepte, die Karl Osner damals in die Entwicklungszusammenarbeit einbrachte, entsprachen meinen Erfahrungen, die ich im Zusammenleben mit einer Familie im Hochland Boliviens gesammelt hatte. Nicht verwunderlich enthält meine Doktorarbeit von damals die Lebensgeschichte einer Bergarbeiterin.
Von da an hat mich das Exposure- und Dialogprogramm und der Austausch mit Karl Osner nicht mehr losgelassen. Er hat mich geprägt, war Mentor, Sparringspartner, Visionär, kritischer Begleiter – immer herausfordernd und damit auch nicht immer einfach. Das von ihm gemeinsam mit herausragenden Persönlichkeiten aus dem Süden ins Leben gerufenen Exposure- und Dialogprogramm hat mich fast 20 Jahre begleitet und geprägt, mir neue Horizonte eröffnet, mich mit wunderbaren Menschen in Kontakt gebracht und mich sowohl persönlich als auch beruflich bereichert. Karl Osner hat dieses Samenkorn der Veränderung nicht nur bei mir sondern an vielen Stellen gesät.
Dafür bin ich ihm zutiefst dankbar.